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part I
part II
installation

IP-III

in der folgenden arbeit geht es um die visualisierung der intrinsischen
raumqualitäten des world wide web .

IP - III ist eine netz-installation, in der es darum geht user-präsenz raumbildend zu visualisieren. es soll eine intrinsische, dem internet entsprechende raumstruktur des < world wide web > entwickelt werden.
grundidee dieser netz-installation ist es einen internet ‘typischen’ raum zu schaffen, der sich nicht wie üblich auf geografische informationen der online-user bezieht (vgl. traffic-visualisierungstools), sondern sich direkt aus dem internetspezifischen code der ip-nummern ableitet.
wird der binäre code der ip-adressen in raumkoordinaten umgelegt, kann auf diese weise eine raumbildende struktur erzeugt werden, die einer dem internet inhärenten raumsprache entspricht. durch die verwendung der online-user als raumkoordinaten modifiziert sich der erzeugte raum in echtzeit mit dem verhalten seiner besucher (durch ein- und auswählen).

das installative netz-projekt IP - III gliedert sich in zwei teile:
in einen online-part, der sich für den online-user auf den ersten blick als website definiert und einen installativen-part der ausstellung:
die summe beider teile erzeugt eine überlagerung aus virtuellem und realem raum.
der online-user liefert durch seine online-präsenz auf der bezugswebsite die entsprechenden raumpunkte, die vom ausstellungsbesucher in form von projizierten raumkoordinaten wahrgenommen werden. mit dem betreten der installation befindet sich der ausstellungsbesucher körperlich in dem vom online-user erzeugten, virtuellen raum. er kann sich nun mittels joystick durch die raumstruktur bewegen. (vgl. ein- und auszoom / rotation).

 

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part I / website

ausgangspunkt dieser umsetzung ist die festival- oder ausstellungseigene website, in deren rahmen die arbeit präsentiert wird und die im folgenden als bezugsadresse bezeichnet werden soll. d.h. auf dieser website, werden über den zeitraum des netzprojektes alle dort eingewählten user bzw. deren ip-adressen in echtzeit erfasst, und ihre daten für den weiteren arbeitsprozess ausgewertet.
es ist von vorteil, wenn die website einen user-traffic von mindestens 10 usern gleichzeitig gewährleisten kann, da sich das dynamische verhalten des raumes über die anzahl der user bzw. über das user-verhalten (ein- und auswählen) bestimmt. sinkt die userzahl unter 2 gleichzeitig anwesende personen, sind nicht mehr genügend raumpunkte vorhanden, was zur folge hätte, dass der raum sich auflöst.

jeder online-user, der sich auf die bezugsadresse einwählt, liefert automatisch daten für die raumkonstruktion.

www.ip-3.org eröffnet ein tool, das aktuellen einblick auf das geschehen des zuvor beschriebenen parallelraumes / realraumes gestattet. der online-user erhält eine übersicht verschiedener, den raum betreffender daten:

- wieviele user sind gleichzeitig auf der bezugswebseite online ?
- wie schaut der raum im moment aus ?
- blick einer live-kamera in den innenraum der installation.
- blick einer live-kamera auf den aussenraum der installation.
- jede einzelne raumkoordinate kann ausgewählt werden, wodurch
allgemeine informationen aufscheinen.

dem user werden verschiedene blickwinkel angeboten.
dadurch kann der raum auch online genau analysiert werden.

   

 

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part II / ausstellungsbesuch

betritt der ausstellungsbesucher die installation bietet sich ihm ein projezierter raum, der sich aus den ip-adressen der online-user ergibt, die sich auf der bezugswebsite eingewählt haben. der simulierte raum reagiert bzw. verändert sich mit dem einwählverhalten seiner online-benutzer, indem sich in echtzeit durch ein- und auswählen der personen raumpunkte (= ip-adressen) addieren und subtrahieren.

als gegenpol oder aber auch ergänzend zum online-part, kann sich der ausstellungsbesucher über eine konsole durch das raumgefüge bewegen, indem er sich in das raumgefüge ein- und auszoomt, bzw. über rotation die ‘gehrichtung’ verändert. diese bewegungen werden auf allen 4 projektions-flächen synchron umgesetzt, wodurch ein sehr starker räumlicher eindruck entsteht. zusätzlich stehen dem besucher mehrere visualisierungsmodi zur auswahl.

durch die elektronische übersetzung der binärcodes in klang bildet sich eine klangebene im installationsraum.

rückprojektion    
       
aufprojektion    


   

 

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installation

das aussenmass der rauminstallation entspricht, je nachdem, ob man sich für eine rückprojektion oder aus platzgründen für eine aufprojektion entscheidet, einem quadrat von ca. 17 x 17 m bzw. 6 x 6 m.

die projektion beruht je nach auswahl auf dem prinzip der rück- oder aufprojektion. zu empfehlen ist allerdings der einsatz der rückprojektion, da die projektion störungsfrei betrachtet werden kann (ohne schatten der besucher) bzw. die rauminstallation auf diese weise für den ausstellungs-besucher, sowohl von innen, als auch von aussen, als raumobjekt in erscheinung tritt.
die rechteckige installation soll zu diesem zweck raummittig im ausstellungsraum plaziert sein.

die 4 projektionsleinwände sind ca. 50 cm über dem boden schwebend von der decke abgehängt, wobei die raumecken offen bleiben und so dem besucher mit einer lichten durchgangsbreite von 1,0 m einlass in das rauminnere gewähren.

die 4 projektoren hängen ebenfalls von der decke ab. jeder projektor bespielt eine projektionsleinwand.
die nötige distanz zwischen projektor und leinwand beträgt bei einer projektionsfläche von 4 x 3 m ca. 6 m.
bei einsatz von spezialobjektiven reduziert sich die distanz auf 3m.